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Technik im Detail – Lichtqualität, Temperatur, Lebensdauer, Steuerung, Integration

Technik im Detail: LED-Upgrade, Thermik, Lichtqualität und Steuerung (DALI / Casambi).

Ob eine LED-Modernisierung im Bestand langfristig erfolgreich ist, entscheidet sich nicht an der LED selbst, sondern am Systemdesign. Lichttechnik, Wärmehaushalt, Betriebsgeräte, Schutzkonzepte und Steuerung müssen aufeinander abgestimmt sein – insbesondere in bestehenden Leuchtengehäusen mit festen Randbedingungen.

Technik kompakt: Lichtverteilung, CRI, Farbtemperaturen, Flimmerfreiheit, Thermomanagement, Treiberqualität sowie Steuerungen wie DALI/Funk – und welche Systemwahl technisch die besten Ergebnisse liefert.

x.change Upgraade Lösung - Isometrie T8
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1) Lichttechnik: Mehr als nur Lumen

Eine gute LED-Lösung liefert nicht nur viel Licht, sondern das richtige Licht:

  • Lichtverteilung:
    Die Abstrahlcharakteristik muss zur Raumgeometrie, Montagehöhe und vorhandenen Optik (Reflektor/Raster) passen. Ungünstige Verteilungen führen zu Blendung oder unzureichender Ausleuchtung.
  • Blendungsbegrenzung:
    Besonders in Arbeitsstätten entscheidend. UGR-Werte, Abschirmungen und Optiken müssen eingehalten werden.
  • Farbwiedergabe (CRI):
    Je nach Anwendung CRI ≥ 80 (Standard), ≥ 90 (Büro, Bildung, Präsentation) oder spezielle Vollspektrum-Lösungen.
  • Farbtemperatur:
    Von warmweiß (2700 K) bis tageslichtweiß (6500 K), optional Tunable White zur Anpassung an Nutzung oder Tageszeit. Bis hin zu Vollspektrum-LED und Sonnenlicht-LEDs.
  • Langzeitstabilität:
    Entscheidend sind Lichtstromerhalt (z. B. L80) und Farbstabilität über die gesamte Lebensdauer – nicht nur Anfangswerte.
Licht-Spektrum / Lichtqualität
Licht-Spektrum / Lichtqualität

2) Thermik: Der zentrale Erfolgsfaktor im Bestand

LED ist effizient – aber empfindlich gegenüber Hitze. Gerade in alten, geschlossenen Gehäusen entscheidet das Wärmekonzept über Lebensdauer und Zuverlässigkeit.

Professionelle Upgrade-Systeme berücksichtigen:

  • Großflächige Kühlpfade und Wärmeleiter
  • Sinnvolle Trennung von LED-Modul und Betriebsgerät
  • Guten thermischen Kontakt zum Gehäuse (Nutzung als Kühlkörper)
  • Reale Temperaturmessungen im eingebauten Zustand, nicht nur im Labor

Ohne sauberes Thermik-Konzept können selbst hochwertige LEDs frühzeitig ausfallen oder stark an Lichtleistung verlieren.

3) Betriebsgeräte & Elektrik: Unsichtbar, aber entscheidend

Die Qualität der Elektronik bestimmt Komfort, Sicherheit und Lebensdauer:

  • Flickerarme Auslegung:
    Besonders wichtig in Büros, Schulen, Gesundheitswesen und für Bildschirm- oder Kameraanwendungen.
  • Schutzkonzepte:
    Überspannungs-, Temperatur- und Kurzschlussschutz erhöhen die Betriebssicherheit deutlich.
  • Saubere Verdrahtung:
    Klare Leitungsführung, sichere Klemmen, korrekte Schutzleiteranbindung.
  • Kompatibilität mit dem Bestand:
    Anpassung an vorhandene Netzstrukturen, Absicherung und Schaltkonzepte.

4) Steuerung und Sensorik: Effizienz gezielt erhöhen

Moderne LED-Systeme lassen sich flexibel steuern – wenn es zur Nutzung passt:

  • DALI – Standard im professionellen Umfeld, robust und normiert
  • Funkbasierte Systeme wie z. B. Casambi (Bluetooth-Mesh)
  • Präsenz- und Tageslichtsensorik
  • Zeitprofile, Szenen und Zonensteuerung

Wichtig:

Steuerung kann Einsparungen deutlich erhöhen – sie sollte jedoch wirtschaftlich und betrieblich sinnvoll ausgelegt und wohl überlegt sein. Nicht jede High-End-Lösung rechnet sich in jedem Raum oder Nutzungsprofil.

LED-Platinen sind immer hochwertiger als Stripes
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5) Retrofit, Konversion, Upgrade-Kit oder neue Leuchte – technische Kurzlogik

Aus technischer Sicht lassen sich die Optionen klar einordnen:

  • Retrofit:
    Schnell umgesetzt, aber häufig Kompromisse bei Lichtverteilung, Normerfüllung, Thermik und elektrischer Kompatibilität.
  • Konversion (Umbau vor Ort):
    Teilweiser Austausch von Komponenten, hoher Montageaufwand, schwer reproduzierbare Qualität; Haftung liegt oft beim ausführenden Elektriker. Sehr riskant.
  • LED-Upgrade-Systeme (Leuchte in Leuchte):
    Passgenaues, geprüftes Gesamtsystem mit komplett erneuerter Lichttechnik, definierter Optik, Thermik und Dokumentation – meist das beste Verhältnis aus Qualität, Nachhaltigkeit und Planungssicherheit.
  • Neue Leuchte:
    Sinnvoll bei schlechtem Bestandszustand oder wenn ohnehin ein baulicher Umbau bzw. neues Lichtkonzept vorgesehen ist.
Leuchtenmodernisierung von T8 und T5 Lampen
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